12.8.: Abreise

Guten Morgen aus Tschechien. Ob der Tatsache der langen Reise nach Hause hielt sich die Feierwut am gestrigen Abend in Grenzen. Außer der Heimreise mit dem ein oder andern Stau ist heute nicht viel passiert.

 

Letztes Bild aus LKZB – Auf geht’s nach Hause

 

Was bleibt nun übrig als zu resümieren? Es waren zwei intensive und anstrengende, aber vor allem wundervolle, erfolgreiche und lehrreiche Wochen, die uns extremst viel Spaß gemacht haben. Wir erlebten eine Zeit in einem zusammenhaltenden Team, was durch seine Mitreisenden motiviert und unterstützt wurde und in der sicherlich die ein oder andere, auch internationale, Freundschaft entstanden ist. Zugegebenermaßen schließt der Tagebuchschreiber etwas wehmütig dieses Kapitel mit der Hoffnung, dass dies nicht der letzte derartige Wettbewerb gewesen ist.

 

11.8.: Zehnter Wertungstag und Siegerehrung

Nach einer recht kühlen Nacht erwartet uns hervorragendes Wetter. Beim täglichen Briefing wird dann der Startaufbau für die Unlimited beschlossen. Die Advanced wird keinen weiteren Wertungsflug mehr haben, da ab 1700 die offizielle Abschlussveranstaltung stattfinden soll. Damit stehen die Platzierungen hier fest. Die deutschen Piloten sind recht homogen in der Startreihenfolge verteilt, sodass uns ein langer Vormittag bevorsteht. Nebenher sorgen die Österreicher für gute Stimmung im Grid.

 

Gute Stimmung am Start

 

Schließlich waren alle mit den Platzierungen bei diesem anspruchsvollen Programm zufrieden. Eugen platzierte sich auf Platz drei, direkt gefolgt von Moritz auf 4. Eberhard belegte Platz 10, Didl Nr. 12 und Spitzi schloss auf Rang 14 ab.

 

Im Laufe des Nachmittags wurde bereits alles fliegende Equipment für den morgigen Transport vorbereitet. Weiterhin warfen sich alle in Schale, um an der Abschlussveranstaltung teilzunehmen.

 

Unsere Mädels: v. l. Christin, Dani, Lara, Tine und Linda

 

An dieser Stelle nochmal ein riesiges Dankschön für Eure Unterstützung während und neben dem Wettbewerb.

 

Am Ende des Wettbewerbs können wir stolz auf sechs erflogene Medaillen sein. In der Unlimited konnten Moritz, Eberhard und Eugen den Sieg in der Teamwertung für sich behaupten. Weiterhin gewann Moritz in der Gesamtwertung die bronzene Medaille. Zusätzlich belegter Platz 1 in der unbekannten Kür. Dort teilte er sich das Treppchen mit Spitzi, der auf Platz drei flog. Weiterhin belegte Eugen Platz drei in der Wertung der unbekannten Pflichtprogramme. Des Weiteren belegte David Platz zwei in der Wertung der bekannten Kür in der Advanced Klasse. Detaillierte Ergebnisse sind hier zu finden:

www.civa-results.com

 

Freudige und stolze Gesichter beim Team Germany nach der Siegehrung

 

Den Rest des Abends verbrachten wir dann feiernd mit einigen anderen Teilnehmern. Der eine oder andere Bart wurde dann geopfert. Einige hielten dann bei lauter Musik noch bis zu später Stunde durch.

10.08.: Neunter Wertungstag

Am gestrigen Tag sind wir bereits mit gemischten Gefühlen in die Betten verschwunden, denn die Wettervorhersagen versprachen zwar keinen Weltuntergang, allerding erscheint es, dass es nur einen kurzen fliegbaren Slot geben sollte. Dieser Eindruck bestätigte sich schon vor dem Aufstehen. Gegen 0730 kam die Nachricht von der Wettbewerbsleitung, dass das Briefung auf 10 Uhr verschoben wird. Also nochmal rumdrehen und ein Stündchen schlafen, was im Sinne der körperlichen Regeneration alle dankbar angenommen haben. Währen des gemütlichen Frühstücks im Team kam bereits die nächste Verschiebung des Briefings auf 1200 Uhr. Der ein oder andere nutzte die Gelegenheit zur Pflege des lokalen Team-Vorgartens...

 

Vorgartenpflege

 

Schließlich wird beim Briefing der Startaufbau der Unlimited für 1400 vorgesehen. Die Advanced soll sich weiterhin bereithalten. Mit skeptischen Blicken ins Wetterradar und gen Himmel bauen wir also die Flugzeuge auf und bringen diese zum Start. Gegen 1400 startet dann auch der Warm Up Pilot und meldet pünktlich zum vorgesehenen Wertungstag Regen in der Box. Ergo wird die Startbereitschaft um eine weitere Stunde verschoben. Letztlich wurde bei anstehendem Feldbriefing die Neutralisation des Tages beschlossen. Also alles wieder kehrt in Richtung Anhänger und Halle.

 

Am Ende des Tages beschlossen dann einige aus dem Team zusammen mit unseren Schweizer Freunden und einem Teil der Jury einen Ausflug in die lokale Pizzeria, um dort den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen.

 

Etwas Kultur muss sein – die Innenstadt von Kutna Hora

 

Ausgelassene Stimmung beim gemeinsamen Abendessen

9.8. Achter Wertungstag

An dieser Stelle wird es sicherlich niemanden überraschen, dass die Wettbewerbsleitung vor hat heute beide Klassen fliegen zu lassen. Die Wettervorhersagen lassen erahnen, dass es ein anstrengender Tag werden soll. Es wird wohl der heißeste Tag des Wettbewerbs. Das Thermometer soll an die 40 °C anzeigen. Der Flugbetrieb beginnt pünktlich mit der Advanced und die Höhenpiepser bzw. deren Übertragung funktionieren problemlos. Die deutschen Piloten sind über das gesamte Starterfeld verteilt, sodass wir einzelne Mannschaften einteilen, damit man zwischenzeitlich Ruhepausen im Camp abhalten kann. Weiterhin zeigen die Windmessungen, dass selbiger in den Limits liegen soll. Allerdings macht es einen deutlich anderen Eindruck…

 

Das morgendliche mentale Boxspiel – Wo fangen wir nur das Programm an, damit uns der Wind nicht aus der Box weht

 

Helge eröffnete die Deutsche Runde als Nr. 4. Er absolvierte sein Programm fehlerfrei. Allerdings wurde er, wie befürchtet, vom Wind aus der Box gepustet. David und Scholzi sind als Nr. 16 und 18 direkt nach dem Umbau der Juryposition dran. Der Wind hatte weiter aufgefrischt, sodass zudem die Startrichtung gedreht wurde. Damit setzte sich ein recht beeindruckender Tross an Segelkunstflugzeugen in Bewegung, um selbige auf die andere Flugplatzseite zu bringen. Zwischenzeitlich setzte auch kräftige Thermik ein, was mit kräftigen Böen einherging. Das führte letztlich zu etwas anderem Bild am Start:

 

Das Dixi nach einer Viertelrolle...

 

Etwas böig am Start, aber Wind offensichtlich in Limits…

 

Letztlich taten sich alle mit den Bedingungen etwas schwer, die man problemlos als herausfordernd bezeichnen könnte. Matze hatte im Schlepp als Nr. 27 Funkkontakt, bei dem der Chefschiedsrichter durchaus Humor bewies:

 

Chiefjudge: „Your are unreadable, if this is flight No. 17 click twice!“

 

Matze: „click, click“

 

Auch wir am Boden, die den Funk mithörten, konnten uns ein gewisses Schmunzeln nicht verkneifen. Holger schloss dann das deutsche Starterfeld mit Startnummer 34. Auf Grund der Bedingungen wurde am späten Nachmittag die Unlimited neutralisiert. Ganz zufrieden sind die Piloten der Advanced alle nicht. Irgendwie hätte es trotz der erschwerten Bedingungen besser laufen können, aber das gehört halt auch dazu. Schließlich erreichten sie folgende Platzierungen: Matze auf 14, David 22, Scholzi 24, Holger auf 26 und Helge auf 31.

 

Am Abend hatten wir noch die benachbarten Ungarn zu Gast und ließen ihn gemütlich ausklingen.

 

Gemeinsames deutsch-ungarisches Abendessen

 

Allerdings wurde es eine recht kurze Nacht. Die herannahende Front schickte ihre Vorboten in Form von heftigem Wind mit entsprechenden Böen, was letztlich zu einer nächtlichen Campsicherungsaktion führte. Daher sind wir alle froh, dass bereits vor dem Aufstehen das Briefing auf Grund besagter Front verschoben wurde. So konnten wir alle etwas länger schlafen und es bleibt Zeit diese Zeilen zu verfassen.

8.8.: Siebter Wertungstag

Guten Morgen aus Zbraslavice. Am heutigen Tag heißt der Marschbefehl, wie die Tage zuvor, beide Klassen sollen fliegen.

 

Auf dem Weg vom Frühstück zum Briefing – die Flugzeuge wurden bereits ausgehallt

 

Heute soll die Unlimited Klasse beginnen. Bereits beim Briefing wird darauf hingewiesen, dass die Wetterlage wieder gewittrig sein soll. Abgesehen von Moritz auf Startposition 8 sind die anderen recht spät dran. Daher breitet sich noch kein großer Stress im Camp aus. Bereits am frühen Vormittag fängt die Atmosphäre an überzukochen.

 

Die Wolken kochen über…

 

Kurz nach dem zweiten Start wird von der Wettbewerbsleitung ein Umbau der Startrichtung beschlossen, da der Wind deutlich aufgefrischt hat. Diese Verzögerung wird im Anschluss verlängert, um den Schiris die Möglichkeit zu geben ihre Positionen zu wechseln. Je nach Tageszeit ist die Position der Jury eine andere, um eine optimale Sicht auf die Flugzeuge zu ermöglichen. Denn ein Flugzeug, das direkt vor der Sonne fliegt, ist auf Grund der Helligkeit einfach nicht zu erkennen. Gegen 1230 kann es dann endlich weiter gehen. Allerdings lassen nun die nicht funktionierenden Höhenpiepser bzw. deren Übertragung zum Boden keinen reibungsfreien Betrieb zu. Dies führt immer wieder zu ablandenden Teilnehmern. Gegen Nachmittag türmen sich die Wolken um den Platz weiter auf und das Wetterradar zeigt eine große Zelle, die Kurs auf den Flugplatz nimmt. Daher wird entschieden, die gerade fliegende Unlimited Klasse zügig zu beenden und die Advanced Klasse auf den Folgetag zu verschieben. Schließlich sind wir mit den Wertungen recht zufrieden. Eugen belegt Platz 3, Moritz auf 5, Eberhard auf Nr. 8, Didl auf Rang 13. Nur Michael ist mit seinem Rollenkreis nicht zufrieden und landete auf Platz 17.

 

Am Abend haben die gastgebenden Tschechen zum lokalen Länderabend mit einheimischen Leckereien geladen. Das Deutsche Team konnte diese Einladung natürlich nicht abschlagen. Allerdings merkt man allen die Anstrengungen der letzten Tage an, so dass sich bereits vor 2200 das deutsche Team geschlossen zurückzieht, um noch etwas Kraft für den morgigen Tag zu tanken. Die Vorhersagen versprechen anstrengende und herausfordernde Bedingungen für den morgigen Tag.

 

Der tschechische Abend

 

Es wird langsam ruhig im Camp

7.6. Sechster Wertungstag

Nach dem gestrigen Großkampftag wird von der Wettbewerbsleitung wieder Alarm befohlen. Erklärtes Ziel ist es, beide Klassen ihr viertes Programm fliegen zu lassen. Die Advanced wird heute beginnen. Die Auslosung der Startreihenfolge lässt ein bisschen Ruhepause zu. Die ersten Advancedpiloten sind auf Startplatz 4 und 6. Die anderen reihen sich in den hohen Zwanzigern und Dreißigern ein. Die Pausenzeit nutzen wir zur Regeneration. Man merkt deutlich, dass die langen Wertungstage in der Hitze ermüdend sind.

 

Die Camp-Therapeutin kümmert sich um ihre Schützlinge

 

Leider gibt es im Tagesverlauf einige Verzögerungen. Den Zonk hat heute Sebastian aus dem Deutschen Team gezogen. Bei seinem ersten Start hatte der Höhenpiepser eine Fehlfunktion und er wurde vom Chefschiedsrichter zum Landen aufgefordert. Optimistisch konnten wir ihn wieder in die Startreihenfolge integrieren. Sein zweiter Start endete allerdings in etwa 500 m Höhe über dem Flugplatz hinter einer Rauch spuckenden Schleppmaschine. Noch während des Abstiegs wurde über Funk mit dem Chefschiedsrichter geklärt, dass er sich ans Ende des Feldes wieder einsortiert. Sebastian und das ganze Team nahmen es mit Humor. Was sollen wir sonst auch machen…

 

Sebastian war nicht der einzige mit Problemen mit dem Höhenpiepser. Auf Grund dieser Verzögerungen wurde im Laufe des Tages die Unlimited neutralisiert. Die Wertungen sind recht verteilt. David Platzierte sich auf Platz 8. Matthias, der noch kurz vor dem Flug mit Nasenbluten zu kämpfen hatte, landete auf Rang 12. Sebastian schloss mit Platz 22 ab. Holger und Helge konnten mit dem Männchen nicht überzeugen und landeten auf 31 und 32.

 

Am Abend gab es dann einen internationalen Abend organisiert vom Team aus Deutschland, Großbritannien und Rumänien. Zu dem sind alle Teilnehmer, Schiedsrichter und Helfer eingeladen. Das deutsche Team steuerte einen rieseigen Berg Kartoffelsalat bei, den die Mädels den ganzen Vormittag vorbereiteten. Für eine Meute von etwa 100 Personen gibt’s da einiges zu schnippeln.

 

Gemütliches Beisammensein zum Länderabend

6.8.: Fünfter Wertungstag

Auf Grund der gestrigen Neutralisierung der Advanced wird selbige den heutigen Wettbewerbstag mit der unbekannten Kür eröffnen. Die Wettbewerbsleitung möchte auch heute wieder versuchen beide Klassen fliegen zu lassen. Das Wetter spielt zumindest mit, es erwartet uns strahlender Sonnenschein und es sind keine Schauer oder gar Gewitter vorhergesagt. Also räumen wir unser Turngerät aus Hallen und Anhängern und bereiten uns auf den Start vor. Zum weiteren Tagesverlauf gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Im Wesentlichen sind wir den gesamten Tag am Start und der Flugbetrieb läuft. Somit haben wir es an diesem Tag geschafft beide Klassen fliegen zu lassen. D.h. beide Klassen flogen drei Programme und wir haben eine gültige Weltmeisterschaft.

 

Startaufbau in der Advanced – viel los

 

Die Konkurrenz wird beobachtet

 

Am Abend haben die einheimischen Tschechen das kleine Wassermalheur im Deutschen Camp reparieren können.

 

Das sollte dicht halten…

 

Wir mussten allerdings bis in die späten Abendstunden auf die Wertungen warten. Zusätzlich zu dem langen Flugtag kamen Übertragungsfehler bei den Figurenfaktoren in den Wertungsbögen der Advanced. Weiterhin gab es viele Forderungen nach dem Videobeweis durch die Schiedsrichter. Jeder einzelne Flug wird von der Schiedsrichterlinie gefilmt. Bei Unklarheiten kann durch einzelne Jurymitglieder der Film gefordert werden, was dann zu einer abendlichen Videokonferenz führte.

 

Die Advancedpiloten sind mit dem heutigen nicht wirklich zufrieden. Sebastian flog mit kleinen Ungenauigkeiten auf Platz 12. David platzierte sich mit Strafpunkten für die Unterschreitung der Mindesthöhe auf Platz 19, vor Matthias auf 21, Helge auf 24 und Holger auf 26.

 

Die Dompteure der Unlimited hingegen konnten sich ausgezeichnet positionieren. Moritz gewann den Durchgang und ist somit Weltmeister in der unbekannten Kür. Michael belegt Rang 3, Eberhard Platz 7. Eugen verpatzte leider sein Weibchen und belegt damit Platz 17 und Didl schloss auf Platz 18 ab. Damit sind in der Deutschen Mannschaft jetzt alle Edelmetallfarben vertreten. So kann es weiter gehen.

5.8.: Vierter Wertungstag

Am heutigen Tag ist es der Plan beide Klassen fliegen zu lassen, die Unlimited wird beginnen. Bereits der Anblick beim Frühstück lässt vermuten, dass das ein ambitioniertes Unterfangen werden wird, da die Wetteraussichten nicht überwältigend sind. Kurz nach dem Frühstück kommt bereits die Info von der Wettbewerbsleitung, dass auf 1200 verschoben werden wird. Somit bleibt Zeit das Basislager unwetterfest zu machen. Als letztlich die sogenannte Kaltfront, bei der die Temperaturen von 34°C auf 28°C sanken, durchgezogen war erwartete uns viel Feuchtigkeit verbunden mit tiefen Wolken, was schließlich zu einer weiteren Verzögerung der Startbereitschaft der Unlimted und zur Neutralisierung der Advanced führte.

 

Blick gen Himmel vor dem Briefingzelt – die Wolken sind noch zu tief

 

Die weitere und erneute Befestigung diverser Zeltheringe führte letztlich zum Tageshighlight – Sebastian fand eine Wasserader.

 

 

Wasser aus dem Boden?!

 

Nach bergbauerischen Tätigkeiten stellte sich heraus, dass wir eine vergrabene Wasserleitung getroffen haben, die zu den Anhängerstellplätzen führt. Der dortige Anschluss wird eigentlich zum betanken der Streckenflugzeuge verwendet, führt ab nun dazu, dass David auch beim Campen nicht auf ein Wasserbett verzichten muss.

 

Deutsch-tschechischer Springbrunnen

 

Der ein oder andere Pilot nutzt die Zeit um sein Programm im Simulator zu fliegen.

 

Moritz fliegt sein Programm im Simulator

 

Gegen 1500 war es dann tatsächlich soweit, einen Startaufbau wagen zu können. Moritz, Eugen und Eberhard flogen ihre Programme souverän. Michael wurde ziemlich zerpunktet und hatte leichte Höhenprobleme. Didl musste leider Null punkte für seinen Rollenkreis hinnehmen. Schließlich belegt Moritz Platz 3, Eugen Platz 5, Michael Nr. 14 und Didl Platz 19. Die Stimmung in der Mannschaft ist, trotz des heißen Wetters und der Anstrengung im Wettbewerb, hervorragend, was nicht zuletzt an der tollen Versorgung durch Mädels liegt.

 

Deutsche Startaufstellung UNL

4.8.: Dritter Wertungstag

Guten Morgen aus Zbraslavice. Ich denke nicht, dass ich unseren morgendlichen Ablauf noch erläutern muss :-) alles wie immer.

 

 

Während die einen noch frühstücken, bereiten sich die anderen schon mental auf ihr Programm vor, die aufgemalte Box wirkt übertrieben, hilft aber ungemein

 

Anders als in den letzten Tagen wird im Briefing verkündet, dass am heutigen Tag beide Klassen ihre Durchgänge vollständig fliegen sollen. I.d.R. wird versucht die Klassen immer abwechselnd fliegen zu lassen, daher beginnt die Advanced. Also heißt es für das deutsche Team „Alarm“ – Helge hat Startnummer fünf gezogen. Mit den Startnummern 9, 25, 28 und 34 reihen wir uns verteilt ins Starterfeld ein. Die Piloten der nichtfliegenden Klasse unterstützen dabei jene, die gerade fliegen. Wir versuchen uns so gut es geht abzuwechseln, damit die Zeit in der prallen Sonne für jeden möglichst gering bleibt.

 

 

Am Boden wird mitgefiebert, wenn ein Teammitglied fliegt – hier im deutsch-schweizerischen Außenlager direkt am Start (Foto: Aeroklub Zbraslavice)

 

Helge, Holger und David absolvierten ihre Wertungsflüge bereits vor der Hitzepause. Helge hat den Trudler leider etwas früh eingeleitet, zeigte aber ansonsten ein sehr schönes Programm. Die beiden anderen flogen, von Kleinigkeiten abgesehen, ihr Programm fehlerfrei. Herausfordernd war im Vergleich zum ersten Programm eine um 90 Grad gedrehte Box in Kombination mit einem Querwindanfang in selbiger – ergo: zwei Mal um die Ecke denken… Matthias war dann direkt nach der Pause dran. Leider hatte er etwas Pech. Sein „Höhenpiepser“ wurde zwar vom Chefschiedsrichter wahrgenommen, aber im Cockpit machte das Gerät keinen Mucks. Er riskierte nichts und nahm nach Absprache mit der Jury seinen Flug nicht an und landete. Nach kurzer Pause wurde er in das übrige Starterfeld integriert und es hieß: alles auf Anfang. Mittlerweile hatten sich in der Umgebung des Flugplatzes einige Schauer gebildet, sodass er bereits im Schlepp die ersten größeren Tropfen abbekam. Nichtsdestotrotz nahm er den Flug an. Die erschwerten Bedingungen wurden von der Jury leider nicht honoriert. Abschließend flog Scholzi sein Programm sehr ansehnlich ohne größere Schwierigkeiten. Am Ende des Tages landete David auf Platz zehn, Scholzi auf zwölf, Holger Nr. 17, Matze auf 26 und Helge belegt Platz 31.

 

 

 

Letzte Gespräche vor dem Start – wie ist der Wind? Was erscheint als Positionierung in der Box sinnvoll? (Foto: Aeroklub Zbraslavice)

 

Die bereits angesprochenen Schauer verfehlten den Flugplatz nicht vollständig, sodass durch die Wettbewerbsleitung eine Zwangspause eingelegt wurde. Somit wurde langsam klar, dass wir den Durchgang der Unlimited heute nicht mehr abschließen werden können, aber zumindest wird er begonnen. Auch in dieser Klasse ist das Programm, was das fliegerische Handwerk und die Positionierung in der Box angeht, recht anspruchsvoll. Vom Deutschen Team begann Eberhard, der das Programm fehlerfrei präsentieren konnte. Sebastian machte dann am Abend das Licht in der Box aus. Bei ihm funktionierte der Viertelrollenkreis leider nicht richtig und die Jury war nicht von seiner Boxpositionierung überzeugt. Der Rest der Klasse wird entsprechend auf den morgigen Tag verlegt.

 

 

Die langen Tage in der Hitze im Wettbewerbsmodus sind anstrengend…

 

Nach dem Verpacken der Flugzeuge ist der Tag noch nicht ganz zu Ende. Die Wettbewerbsleitung hat die Auswahl der unbekannten Kür auf 2100 festgelegt. Es bleibt also nicht mehr viel Zeit das Programm für den morgigen Tag zu wählen. Für dieses Programm wurden sieben Figuren aus den Teamvorschlägen von der Jury ausgewählt. Diese gilt es nun zu einem Programm zusammenzubauen. Jedes Team hat die Möglichkeit mehrere Vorschläge einzureichen. Das hatten wir schon im Laufe des Tages neben der Fliegerei erledigt, denn Frist war 1600. Alle Teamvorschläge werden veröffentlich und jeder Pilot hat dann die Qual der Wahl.

 

Entsprechend spät kehrte dann hungrige Stille im deutschen Basislager ein. Blöderweise wollte ein dickes Regenband auf dem Radar nicht verschwinden, sodass wir uns sicherheitshalber noch entschlossen ein weiteres Flugzeug abzubauen.

 

 Nächtliches Abrüsten – Bei den Wettervorhersagen doch lieber in den Anhänger

 

3.8.: Zweiter Wertungstag

Bereits gestern beschloss man, die Advanced für den heutigen Tag zu canceln, da von den Teams noch die unbekannten Programme vorbereitet werden müssen. Aus den im Briefing vorgeschlagenen 35 Figuren müssen diese nun zu fünf fliegbaren Programmen kombiniert werden. Dabei darf ein gewisser Schwierigkeitsgrad nicht über- bzw. unterschritten werden.

Trotz der Tatsache, dass nur die Unlimited heute fliegen wird, ist die Nacht noch eher zu Ende als bisher üblich, denn Eugen wird heute die Box eröffnen. Wir haben uns deswegen entschieden, den Flieger noch vor dem Frühstück aufzurüsten. Neben Eugen als Startnummer eins sind die anderen mit Startnummer 15, 17, 20 und 22 eingeplant. Ansonsten läuft alles wie gehabt ab. Wir frühstücken 0700, gehen 0800 zum Briefing und sind kurz vor 0900 startbereit. Nebenher werden die anderen Akrobatikgeräte an den Start gebracht. Hier sei erwähnt, dass es, wie im restlichen Europa, kochend heiß ist.

 

 

Selbst unseren vierbeinigen Helfern ist es zu heiß zum Laufen

 

Erklärtes Ziel der Wettbewerbsleitung ist es den ersten Durchgang der Unlimited Klasse heute vor der Hitzepause beendet zu haben. Angesichts 22 Teilnehmer ist dies ein realistischer Plan. Eugen absolvierte seinen Flug sehr souverän und platzierte sich letztlich auf Rang vier. Eberhard flog sein Programm ebenfalls ohne Null und sortierte sich auf Platz zehn ein. Moritz bog in einer Figur leider falsch ab, bemerkte jedoch seinen Fehler und landete schließlich auf Position zwölf. Michael und Sebastian haben jeweils eine Null hinnehmen müssen, was dann am Ende für Platz 19 und 21 reichte.

 

 

Gleich geht’s los – Startaufbau der Unlimited Klasse

 

Den restlichen Tag verbrachten wir dann mit dem Schreiben der unbekannten Programme, was dann doch mehr Zeit in Anspruch nahm, als man gemeinhin annimmt. Zwischenzeitlich kühlten wir uns die heiß gelaufenen Köpfe im Pool ab. Am Abend veröffentlichte die Wettbewerbsleitung das erste unbekannte Programm für beide Klassen. Schnell wechselten alle wieder in den Wettbewerbsmodus, um das Programm für den morgigen Tag mental einzustudieren.

 

Der flugplatzeigene Pool

 

02.08.: Erster Wertungstag

Und täglich grüßt das Murmeltier. So könnte man es langsam beschreiben. Pünktlich zum Wettbewerbsbeginn läuft das Uhrwerk:

0700 Frühstück

0800 Briefing

0830 Aufrüsten der Einsitzer

0900 erster Start

 

Die Advanced wird heute den Wettbewerb eröffnen. Die Unlimited muss sich hingegen noch bis morgen gedulden. Sie wurden schon während des Eröffnungsbriefings verschoben. Unsere erlangte Routine zahlt sich mittlerweile aus, denn Helge ist mit Startnummer 2 gleich am morgen dran. Das erspart nun Hektik und Stress beim Aufbau. Die anderen reihen sich mit Nr. 13, 17, 26 und 27 erst recht spät ein. So bleibt für den ein oder anderen noch Zeit, die Halterung für den sogenannten „Höhenpiepser“ zu probieren. Dieses Gerät warnt den Piloten akustisch vor dem Über- bzw. Unterschreiten des Kunstflugraums. Dieses akustische Signal ist ebenfalls vom Chefschiedsrichter wahrzunehmen. Somit werden entsprechende Höhenverstöße sofort mit Strafpunkten geahndet. Helge, Sebastian und Matthias konnten ihre Programme bereits vor der Hitzepause durchführen. Diese fand von 1430 bis 1700 Uhr statt. In dieser Zeit ist es auf Grund der Temperaturen nicht ohne erhöhtes Risiko möglich, die Starts sicher durchzuführen, sodass die Wettbewerbsleitung entschied den Betrieb einzustellen.#

 

Nach der Pause eröffneten die beiden letzten deutschen Piloten David und Holger die letzte Runde. Seht es dem Tagebuchschreiber nach, dass im Rahmen der Wettbewerbssituation heute nicht viele Bilder entstanden sind, daher hier ein Paar Eindrücke aus dem Cockpit:

 

Blick aus Pilotenperspektive – links die Sonnenschirme der Jury, unten mittig die verbleibenden Flugzeuge der Konkurrenz auf der Landebahn, weiß markierte „T“-, „I“- und „X“-förmige Markierungen auf dem Boden helfen zur Orientierung in der Box

 


Zurückrutschen des Flugzeugs während eines „Männchens“ – rechts ist die Landebahn des Flugplatzes zu erkennen

 

 

Messerlage während einer Rolle – Landebahn und Boxmarkierung sind die wesentlichen Orientierungspunkte

 

Am Ende des Tages belegten Helge und Sebastian nach nicht ganz fehlerfreien Flügen Platz 32 und 29. Holger platzierte sich nach einem fehlerfreien Flug, bei dem es nicht mehr viel zu verbessern gibt, auf Platz 15. Matthias belegt sehr souverän Platz sieben und David holt mit Platz zwei den Titel des Vize-Weltmeisters in der Kür zum KFAO.

 

Am Abend half das Deutsche Team bei der polnischen Konkurrenz mit Utensilien zum Verzurren der Flugzeuge im Freien aus. Denn auf Grund der wieder gewittrigen Wetterlage war der Andrang in der Halle recht groß und es passte einfach nicht alles rein. Letztlich genossen wir gemeinsam in deutsch-polnisch-österreichischer Runde den Abend. Die Piloten der Unlimited nicht ganz so lange, wie die der Advanced, denn die haben morgen frei.

01.08.: Letzter Trainingstag und Wettbewerbseröffnung

01.08.: Letzter Trainingstag und Wettbewerbseröffnung

So langsam kommt Routine auf im Deutschen Lager. Am heutigen Tag ist wieder ein Briefing um 0800 angesetzt, daher gibt es 0700 Frühstück. Selbst beim Frühstück sind die Temperaturen in der Sonne schon unangenehm, aber zumindest sind die Nächte halbwegs kühl.

 

Beim Briefing wird dann klar, dass heute nicht alle zum Fliegen kommen werden. Es werden 30 Starts veranschlagt, denn nach der Mittagspause soll das praktische Training für die Jury stattfinden. Dabei wird von fünf freiwilligen Piloten aus dem Starterfeld jeweils ein beliebiges Programm vor selbiger unter Wettbewerbsbedingungen geflogen. Diese dienen dazu der Jury - ebenfalls wie den Piloten im Training zuvor - die Möglichkeit zu geben die Box und lokalen Gegebenheiten kennenzulernen. Weiterhin haben diese Piloten bereits vor dem eigentlichen Wettbewerb die Möglichkeit eine Jury-Wertung ihres Fluges zu erlangen.

 

Die südöstliche Position der Jury aus Richtung Start gesehen – diese Damen und Herren gilt es zu überzeugen

 

Am Vormittag wurde den Piloten der Vorrang gelassen, die bisher noch gar keinen Flug in der hiesigen Box durchführen konnten. Letztlich hatten dann vier deutsche Piloten noch einmal die Möglichkeit die Box vor dem Wettbewerb sehen zu können. Einer von ihnen als Teil des praktischen Jury Trainings, sodass wir bereits einen ersten Eindruck über die Jury bekommen konnten. Denn trotz allerlei Regeln, die es einzuhalten gilt, ist die Bewertung durch jedes einzelne Mitglied der Jury mit einer gewissen Subjektivität behaftet.

 

Nach den letzten Flügen galt es die Flugzeuge zu verstauen. Die Wetterprognosen sprachen von einem gewissen Gewitterrisiko, sodass das fliegende Gerät in Anhängern und Hallen verstaut wurde. Vor dem Eröffnungsbriefing musste dann noch ein kleines, aber entscheidendes Detail, im Camp angebracht werden:

 

Es weht die Flagge im Camp

 

Um 1700 Uhr fand dann die offizielle Eröffnung des Wettbewerbs statt. Selbige wurde aus Gründen der meteorologischen Bedingungen recht kurzgehalten. Allerdings war dieses Event für den Tagebuchschreiber nicht weniger bewegend, der zum ersten Mal an solch einer Veranstaltung teilnehmen darf.

 

Die Deutsche Segelkunstflug Nationalmannschaft 2018 – v.l. Holger, Eugen, David, Sebastian, Franzi, Michael, Sebastian, Eberhard, Moritz, Matthias und Helge

 

Besonders stolz sind wir darauf, dass in diesem Jahr mit Sebastian und David zwei Mitglieder des KFAO an der WM teilnehmen können. Franzi, ebenfalls Mitglied des KFAO, bildet wie in den letzten Jahren die Teamchefin.

 

Wer noch mehr lesen möchte findet den offiziellen Blog der Deutschen Segelkunstflug Nationalmannschaft hier:

https://segelflug.aero/blog/blog/category/2018/wm-segelkunstflug-2018/

 

Direkt im Anschluss erfolgte das Eröffnungsbriefing. Selbiges versprach keine großen Überraschungen, da wir den Ablauf aus dem Training schon kannten. Allerdings beinhaltet das Briefing auch die Figurenvorschläge für die unbekannten Programme. Diese kommen aus den einzelnen Teams und es gilt 35 Figuren pro Klasse vorzuschlagen, die natürlich regelkonform zu sein haben. Dies zog sich letztlich bis nach 2200. Somit verstummte das Camp danach recht schnell, denn am folgend Tag soll die Advanced um 0900 beginnen und Briefing ist um 0800 angesetzt.

 

Eindrücke von der Auswahl der unbekannten Figuren

31.07.: Dritter Trainingstag

Im Gegensatz zum gestrigen Tag beginnt der heutige Ablauf nicht allzu entspannt. Noch am Abend wurde durch die Wettbewerbsleitung ein Briefing für 0730 angekündigt. Somit klingeln die Wecker gegen 0630, um vorher noch eine Kleinigkeit essen zu können. Dieser Plan erwies sich als goldrichtig, denn der erste Start ist für 0800 geplant. Wie in den letzten Tagen wurde dieser Slot durch die russische Konkurrenz genutzt. Um für alle Teilnehmer eine faire Chance zu schaffen entsprechend gleich viele Trainingsflüge pro Tag zu erhalten wurde eine Startreihenfolge festgelegt. Dies erleichterte die Organisation am Start sehr deutlich, denn die Anzahl der teilnehmenden Piloten hat sich abermals erhöht. Vor allem die „multi-use“ Flugzeuge, also jene, die von mehreren Piloten geflogen werden, gilt es wieder in die Reihenfolge einzusortieren. Das betrifft auch ein Teil des deutschen Teams, denn der Fox aus Baden-Württemberg ist doppelt und der aus NRW gar dreifach besetzt. Allerdings hat das deutsche Team das weitaus beste Verhältnis aus Anzahl an Piloten zu zur Verfügung stehenden Flugzeugen. Im Laufe des Vormittags zeigte sich dann schon die vorherrschende Fairness und Hilfsbereitschaft unter den Wettbewerbspiloten. Auf Grund eines nicht einfach zu reparierenden Schadens an der rumänischen SZD standen plötzlich die fünf Piloten dieser Nation ohne Flugzeug da. Drei der Rumänen werden somit den Wettbewerb auf einem Swift des polnischen Teams absolvieren. Die anderen beiden können die deutsche SZD aus Rheinlandpfalz verwenden. Somit werden dann in Summe 12 Piloten die sieben Flugzeuge des deutschen Teams im Wettbewerb bewegen.

 

Der erste Trainingsslot für uns beginnt mit Startnummer 15. Bei einer Startfrequenz von etwa zehn Minuten hatten wir noch zwei Stunden Zeit. Daher konnten wir ohne große Hektik die Flugzeuge ins Starterfeld bringen und uns den am gestrigen Abend besprochenen Figuren widmen. Bereits am frühen Vormittag kratzten die Temperaturen an der 30-Grad-Marke. Dementsprechend waren Schattenplätze auf im Starterfeld sehr begehrt.

 

 

Jeder verfügbare Schattenplatz wird genutzt

 

Den ersten Trainingsslot konnten wir alle gemeinsam nutzten, sodass die Dauer am im wesentlichen schattenlosen Start optimiert werden konnte. Wie am Tag zuvor wurde auch heute eine Mittagspause eingelegt, um Mensch, Material und Motoröl vor den heißen Temperaturen zu schützen. Die Slots für die zweite Runde wurden noch vor der Pause vergeben, wodurch klar wurde, dass wir mindestens bis 1700 Pause haben werden. Selbige nutzten wir ähnlich der vorherigen Tage: eine kleine Stärkung, Abkühlung im Pool, Nickerchen und Vorbereitung auf den nächsten Flug. Der ein oder Andere konnte allerdings auch während dieser nicht von aerobatischen Übungen abhalten.

 

Spitzi bei der Darbietung seines Könnens (allerdings ist er nicht mehr hoch)

 

Der Rest des Tages ist dann eigentlich auch recht schnell erzählt. Der zweite Trainingsslot konnte von jedem genutzt werden. Damit hatten alle Deutschen Teilnehmer die Möglichkeit zwei Flüge machen zu können. Nach dem Putzen und Einhallen der Flugzeuge erwartete uns im Camp bereits das vom spitzen Versorgungsteam vorbereitete Abendessen. Den Abend ließen wir dann mit vorfreudiger Erwartung auf die morgen stattfindende Eröffnungszeremonie entspannt ausklingen.

 

Damit verabschiedet sich das Deutsche Team und den nächsten Tagebucheintrag gibt’s dann hoffentlich morgen nachdem der Wettbewerb offiziell eröffnet wurde.

 

Gemeinsamer Abend im Camp (inklusive österreichischem Spion

30.07.: 2. Trainingstag

Mittlerweile ist das gesamte deutsche Team in Zbraslavice angekommen. Da für uns kein weiterer Papierkram zu erwarten ist und die meisten Flugzeuge aufgerüstet sind nutzen wir die Zeit für ein ausgiebiges gemeinsames Frühstück. Da das deutsche Camp annähernd in der Mitte der Kunstflugbox liegt können wir während dessen die ersten Flugzeuge durch die Box schießen sehen. Denn die russische Konkurrenz ist bereits seit 0800 startbereit, was bei den zu erwartenden Temperaturen an sich eigentlich nicht die schlechteste Idee ist.

 

Nach dem Frühstück bewegt sich der deutsche Tross, immerhin bestehend aus sieben Flugzeugen, motiviert zum Start, um den nächsten Trainingsslot zu nutzen. In der Zwischenzeit sind weitere Teilnehmer der Konkurrenz angereist, sodass die Schlange am Start nicht wirklich kürzer geworden ist.

 

 

Der Lange Weg in der Startaufstellung

 

Die Temperaturen verlangen nicht nur den Piloten einiges ab, auch die Schleppmaschinen kämpfen mit der reichlich vorhandenen Dichtehöhe, so dass die Wettbewerbsleitung letztlich entschied, eine Mittagspause einzulegen, um den Spitzentemperaturen des Tages zu entgehen. Die Pause wird dann zur Abkühlung im lokalen Flugplatzpool und für eine kleine Stärkung genutzt. Zwischenzeitlich werden die ersten Wolken größer und rund um den Platz ergießt sich der ein oder andere Schauer. Diese blieben dem Platz zum Glück im Wesentlichen fern.

 

 

Schauer südwestlich vom Flugplatz

 

Somit können nach der Pause die Trainingsflüge, mit etwas erträglicheren Temperaturen, fortgesetzt werden. Der Schleppbetrieb lief dann letztlich bis fast 2100 Uhr. Trotz dessen konnten leider nicht alle Teammitglieder zwei Trainingsflüge erhalten, da der Andrang am Start und die Hitzepause ihren Tribut forderten. Parallel zum spätabendlichen Flugbetrieb haben die mitgereisten Damen das Abendessen vorbereitet. Das gesamte Team wird durch sie hervorragend versorgt, sodass wir uns vollständig auf die Wettbewerbsvorbereitung konzentrieren können.

 

An dieser Stelle ein großes DANKESCHÖN dafür!!!

 

Das Abendessen führten wir ob der fortgeschrittenen Stunde letztlich in Etappen durch. Nach dem Essen wurden dann noch die einzelnen Figurenvorschläge der Mitglieder erfasst und im Team gemeinsam mit Trainerin besprochen. Üblicherweise werden die Figurenvorschläge für die unbekannten Programme pro Team vorgeschlagen. Somit haben bis morgen noch alle Zeit, die eine oder andere Figur, die gemeinsam eingereicht werden soll, zu überdenken oder im Training zu üben. Da der Mond schon recht hoch überm Camp steht stellen sich alle übrigen Aktivitäten schnell ein und es wird ruhig im Camp.

29.07.: erster Trainingstag

Mittlerweile konnten sich alle Anwesenden etwas akklimatisieren. Nach ausgedehntem Frühstück stand den Piloten die Registrierung bevor bei der doch einiges an Papier zu generieren war. Nachdem der ganze Papierkram erledigt war wurden noch die letzten Modifikationen am Camp durchgeführt.

 

 

Das deutsche BASISLAGER

 

Gegen Mittag wurden alle Flugzeuge recht zügig aufgerüstet, um endlich die ersten Starts hier machen zu können. Am Ende des Tages konnte jeder zwei Trainingsstarts verbuchen und wir ließen den Abend entspannt am Grill ausklingen. Der eine oder andere nutzte die Möglichkeit sich nach einem heißen Tag im lokalen Pool abzukühlen.

 

Startaufbau im tschechischem Backofen

 

28.07.: Anfahrt

Heute beginnt für uns das Abenteuer Weltmeisterschaft im Segelkunstflug 2018. Diese findet in diesem Jahr im tschechischem Zbraslavice statt. Da das Deutsche Team über das gesamte Land verstreut ist haben wir uns entschieden uns erst dort zu treffen. David hat die Anfahrt mit einem kurzen Zwischenstop bei seinen Eltern verbunden und hat sich dann am Samstagmorgen mit zwei weiteren Teammitgliedern an einer Raststätte auf der A14 getroffen, um dann gemeinsam in Richtung Osten weiter zu fahren.

 

Jeder hat sein Spielzeug…

 

Einige Stunden und diverse Liter Kühlwasser später haben wir es dann bis nach Zbraslavice geschafft. Dort angekommen hieß es erst einmal Camp aufbauen und selbiges füllte sich recht zügig. Die warmen Temperauren erforderten dann letztlich etwas kreativere Methode, um die Sicherungsheringe für Zelte in der Erde zu befestigen.

 

Löcher vorbohren in hartem ausgetrocknetem Boden

 

Die Aufbautätigkeiten füllten letztlich den gesamten Tag. Den Abend haben wir dann gemeinsam in der lokalen Flugplatzgaststätte ausklingen lassen.

 

 

Ausklang am Abend in der Flugplatzgaststätte

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